chrispop.de

Ein Blog über nichts bestimmtes von niemandem, den du kennst.
July 23, 2018

Veränderungen

Mit Veränderungen ist das so eine Sache. Generell würde ich sagen, dass ich Veränderung als etwas gutes empfinde. Ich versuche relativ häufig, mich selbst zu verändern und Dinge in meinem Leben zu hinterfragen. Ich glaube, dass Veränderung überwiegend dazu führt, dass man ein besserer Mensch wird.

Manchmal machen mir Veränderungen aber auch Angst. Meistens sind das die Veränderungen, auf die ich selbst keinen Einfluss habe, die ich nicht planen konnte. Dabei ist planen mit eine der besten Erfindungen in der Geschichte von allem.

In meinem Leben gab es vor kurzem eine dieser Veränderungen, auf die ich keinen Einfluss hatte. Also, ziemlich sicher schon irgendwie, denn im Leben hat ja alles was man tut einen Einfluss auf alles andere, aber es war keine Veränderung, die ich mir gewünscht habe. Dementsprechend hatte ich in letzter Zeit relativ häufig Angst vor der Zukunft.

Die Art von Angst, die ich dann habe ist ziemlich überwältigend. Ich esse dann nicht mehr viel, mein Brustkorb schnürt sich zusammen, mein Ruhepuls erhöht sich, ich bin in meinem Kopf gefangen und kann nicht mehr so klar denken, wie ich das sonst kann. Insgesamt eine nicht so coole Situation, vielleicht so 2/10.

Das hier ist jetzt der 5. Absatz dieses Textes und ich bin mir noch nicht ganz sicher, wo ich damit eigentlich hin will. Wäre das hier ein ernstzunehmendes Autorenwerk, kämen an dieser Stelle vermutlich "Die 5 besten Tips, wie du mit deiner Zukunftsangst fertig wirst". Leider habe ich keine Tips, schon gar keine Guten.

Generell ist Angst vor der Zukunft haben ein dummes Konzept. Die Zukunft kannst du nicht beeinflussen. Du kannst die Gegenwart beinflussen, und die Gegenwart damit zu verbringen, Angst vor der Zukunft zu haben bringt ja auch irgendwie keinem was.

Wie auch immer, mittlerweile lebe ich ein paar Wochen mit der Situation und die Angst wird mit jedem Tag weniger. Vermutlich werde ich in ein paar Monaten über die Sorgen lachen, die ich mir machte. Wie damals, als ich bei der Bachelorarbeit relativ sicher war, dass ich druchfalle, dann aber eine 1.3 bekam, weil ich offenbar ein Idiot bin.

Und wenn aus der Situation nichts anderes raus springt, dann zumindest die Gewissheit, dass ich demnächst vielleicht ein bisschen besser mit Veränderung und Ungewissheit umgehen kann. Und natürlich dieser Text. Yay.